Wie gelingt es uns, von der Wohnung eines Menschen auf seine Persönlichkeit zu schließen? Und was erzählen unsere eigene vier Wände über uns selbst? Die Titelgeschichte in PSYCHOLOGIE HEUTE 12/19.

Langsam fährt die Kamera an einer Fensterfront entlang, an Glas, Stahl und Beton. Eine puristische Inszenierung kommt ins Bild, wenige, aber exquisite Designmöbel, eine Wand aus Sichtbeton, geschmückt mit einem überdimensionalen expressiven Kunstwerk. Dann schwenkt die Kamera auf den Hausherren, der regungslos aus dem Fenster starrt. Dem geübten Zuschauer ist sofort klar: Der hat Dreck am Stecken! Jemand, der sich in einer so kargen Umgebung wohl fühlt, geht auch über Leichen! Vielleicht ist er ja tatsächlich der Mörder?

Im Glashaus wohnt meist der Böse

Eine Szene, wie man sie aus zahllosen Krimis kennt. Im Glashaus wohnt meist der Böse. Ob bei James Bond oder im „Tatort“ – spektakuläre Baukunst paart sich in aller Regel mit miesem Charakter. „Weshalb denken wir bei moderner Architektur sofort an kapitalistische Dekadenz?“, fragt der Architekturkritiker Alexander Gutzmer. „Und weshalb findet bei uns im Kopf eine Verknüpfung von Stahlarchitektur und Verbrechen statt?“ Beim Blick auf die Drehorte in Deutschlands beliebtester Krimi-Reihe werde schnell deutlich, dass „die Täter immer in modernistischen Villen wohnen, die Guten hingegen gerne in wild zusammengestückelten, aber sympathisch wirkenden Vorstadthäuschen“.

Häuser und Wohnungen sprechen zu uns

Das ist kein Zufall. Architektonische Impressionen werden strategisch eingesetzt. „Eine Filmszene muss den Charakter der Darsteller und die Stimmung der Situation schnell mit Bildern auf den Punkt bringen“, sagt der Location Scout Stefan Möller, der Drehorte für Filme ausfindig macht. „Härte, Kälte und Skrupellosigkeit lassen sich in einer Umgebung mit viel Beton, Stahl oder Glas sehr gut vermitteln – dafür sind moderne Häuser sehr geeignete Drehorte.“

Häuser und Wohnungen sprechen zu uns. Wir erleben sie als freundlich oder distanziert, zurückhaltend oder expressiv …

Der komplette Text: hier im PDF

Lesen Sie weiter im PDF der Titelgeschichte aus PSYCHOLOGIE HEUTE 12/19. Es ist hier verlinkt.

 

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