• Sven Rohde - Gehirnforschung

Gehirn und Coaching

Die Erkenntnisse, die Neurowissenschaftler über die Steuerung unseres Denkens, Fühlens und Handels gewonnen haben, sind von zentraler Bedeutung für einen erfolgreichen Coaching-Prozess.

Unser Gehirn, weiß die Forschung, mag Automatismen. Es wird am wenigsten belastet, wenn wir Dinge so tun, wie wir sie schon immer getan haben. Jede grundlegende Verhaltensänderung dagegen beansprucht den Stoffwechsel zunächst über die Maßen. Erst wenn wir das neue Verhalten erlernt und oft genug geübt haben, wird es selbst zum Automatismus und stoffwechselphysiologisch weniger aufwendig. Das ist die erste Hürde, die es zu überwinden gilt.

Die zweite Hürde beschreibt Alica Ryba, gemeinsam mit dem renommierten Gehirnforscher Gerhard Roth Autorin des Buches Coaching, Beratung und Gehirn: „Sprache und kognitive Einsichten kommen nur in der Großhirnrinde an, und die hat leider wenig Einfluss auf die Verhaltenssteuerung.“ Das erklärt, warum gute Ratschläge selten dazu führen, dass Menschen ihr Verhalten grundlegend ändern. Alica Ryba: „Wenn ich Erleben und Verhalten nachhaltig ändern will, muss ich das limbische System als Sitz unserer Persönlichkeit ansprechen. Die Emotionen spielen hier eine viel wichtigere, häufig unterschätzte Rolle.“

„Verstehen“ bedeutet für mich im Coaching deswegen nicht nur „intellektuell durchdringen“, sondern auch „emotional empfinden“: die Auswirkungen von Emotionen wie Furcht, Scham und Ärger ins Licht des Bewusstseins holen und zu spüren, wie sie das Erleben und Handeln steuern. Dann können unbewusste Spannungen sich auflösen, öffnet sich ein Raum für Sehnsucht, Freude und Liebe. Und da geht’s dann weiter.

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